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São Paulo auf Deutsch - Stadtmitte

São Paulo ist die größte Stadt Brasiliens. Die Großstadt São Paulo hat etwa 13 Millionen Einwohner. Natürlich hat eine Stadt dieser Größe viele Probleme. Aber darauf möchte ich nicht so tief eingehen.

Ich werde hauptsächtlich auf die guten Sachen eingehen. Über eine Stadt, in der Menschen aus verschiedenen Nationalitäten leben, mit einer großen historischen und kulturellen Bedeutung für Brasilien. Es ist eine aktive Stadt, berühmt für gastronomische, künstlerische und kulturelle Diversität. Hier finden wichtige Geschäftsmessen, politische Manifestationen, Shows und Events statt.

 

LIBERDADE Viertel 

Das Viertel LIBERDADE ist Teil des São Paulo-Zentrums. Es ist unser "Chinatown". 

Einige Stadtteile werden von spezifischen ethnischen Gruppen bewohnt. In LIBERDADE lebt die asiatische Bevölkerung der Stadt. Früher lebten dort nur die Japaner, aber heute findet man dort auch viele Chinesen und Koreaner. 

Die meisten Japaner die außerhalb Japans leben, leben in SP! 

Die Bedeutung des Namens LIBERDADE: Bevor sie ein asiatisches Viertel war, wurde diese Region von afrikanische Sklaven und ihren Familien bewohnt. Der Name LIBERDADE "Freiheit" bezieht sich auf die Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1888. 

Im 19. Jahrhundert bauten portugiesische und italienische Einwanderer Häuser im LIBERDADE Viertel. 1908 kamen japanische Einwanderer in Brasilien an und mieteten die relativ billige Wohnungen. Mit der Zeit ließen sich die Japaner in LIBERDADE nieder wärend die portuguiesische und italienische Einwanderer sich in andere Stadtvierteln niederließen. Es entstanden Märkte, Schulen, Tempeln, Kinos und Läden. Alles im asiatischen Stil und die Nachbarschaft wurde zu dem was sie heute ist. 

Die japanische Einwanderung in Brasilien ist schon 111 Jahre her (stand 2019). Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko waren bereits einige Male in Brasilien und vor kurzem war Prinzessin Mako im SP (2018). 

          Die Architektur der Nachbarschaft im asiatischen Stil. 

 

Die Brücke City of Osaka besitzt ein Tori (Tor), das in der asiatischen Kultur "Eingang" symbolisiert. 

Die Straßen der Nachbarschaft sind mit typischen Laternen beschmückt. Nachts sehen die Straßen im Lanternenlicht sehr einladend aus. 

          Die Gehwege sind mit dem Mitsuodomoe Symbol beschmückt, ein Shinto-Symbol, das die Harmonie zwischen Mensch, Himmel und Erde darstellt. 

 

Im LIBERDADE gibt es großartige asiatische Restaurants und Geschäfte. Dort finden auch die kulturspezifischen Feierlichkeiten des chinesischen Kalenders statt, wie der Tanz des Drachen, dass im Januar stattfindet. Die Messe der Liberdade (des Handwerks und des Essens) ist sehr bekannt und findet jedes Wochenende statt. Ein Besuch ist besonders Empfehlungswert.

 

Die Sé Kathedrale

Die Kathedrale ist die größte Kirche in São Paulo und die viertgrößte neugotische Kathedrale der Welt mit etwa 8.000 Plätzen. 

Der Bau begann 1913 und endete 40 Jahre später. Sie wurde zeitlich zur Feier der 400 Jahre São Paulos im Jahr 1954 vollendet. Alle Mosaiken, Skulpturen und Möbel wurden per Schiff aus Italien importiert. Daher auch die lange Bauzeit, da in dem Zeitraum beide Weltkriege stattfanden und die Seehandelswege immer wieder unterbrochen wurden.

So erfolgte die Einweihung erst in 1954. Die Türme waren zwar noch nicht fertiggebaut, aber es konnte rechtzeitig zum 400-jährigen Jubiläum der Stadt in der Kathedrale einen feierlichen Gottesdienst stattfinden. Die Türme wurden erst 13 Jahre später fertig. 

         "Sé-Platz"

 

Das bautechnische Projekt wurde dem deutsch-brasilianischen Ingenieur Maximilian Emil Hehl gegeben. Hehl entwarf eine große Kirche im Neugotischen-Stil. Inspiration holte er sich an den großen mittelalterlichen Kathedralen Europas. Die Kuppel entnimmt Aspekte aus dem Florenzer Dom im Renaissance-Stil. Die hohen spitzen Türme scheinen den Himmel zu erreichen und werfen die Blicke der Besucher nach oben auf. Die Pfeiler symbolisieren Heilige. Die bunten Glasfenster, die das Sonnenlicht in verschiedenen Farben hereinlassen, repräsentieren die göttliche Präsenz. 

          Die Krypta befindet sich unter das Hauptaltar. In ihr sind Bischöfe, Erzbischöfe von São Paulo und mehrere wichtige Persönlichkeiten der Geschichte Brasiliens begraben.

 

Das geographische Zentrum der Stadt 

Dieser Marmorstein wurde 1934 aufgestellt. Das Denkmal stellt den geographischen Mittelpunkt der Stadt dar, woraus alle Entfernungsmessungen vorgenommen werden. Diese Methodik wurde dort els erstes in Südamerika angewendet und diente als Beispiel für andere brasilianische Staaten. 

Gravuren beschmücken jede Seite des Steines, die nach 6 (sechs) wichtigen Orten zeigen: 

        Paraná (im Süden), dargestellt durch das Bild eines Araucária-Baumes.

 

        Santos (im Südosten) mit der Figur eines Dampfschiffes, woraus die Handelsschiffe brasilianischen Kaffee in die Welt verfrachteten. 

 

       Rio de Janeiro (Nordosten) zeigt den Zuckerhut. 

 

         Minas Gerais (Norden), bekannt durch die großen Bergwerke. 

 

        Mato Grosso (im Südwesten) abgebildet durch typische Kleidung der "Bandeirantes". 

 

     Goiás (Nordwesten) durch ein Becken dargestellt, Goldminenwerkzeug. 

 

      Die Oberfläche des Bronzedeckels zeigt die Hauptpunkte der Stadt zum Zeitpunkt der Einweihung des Denkmals.

 

Die Statue des Apostels Paulus 

        Links auf dem Foto ist die Statue des Apostels Paulus zu sehen. An diesem Tag habe ich eine Familie aus München durch die Innenstadt von São Paulo geführt.

 

Um den Namen der Stadt zu verstehen, werde ich Ihnen eine kurze Zusammenfassung der Geschichte von São Paulo geben. Im Jahr 1500, als die Portugiesen Brasilien entdeckten, ankerten zuerst die Schiffe in Salvador (Bahia) an. 53 Jahre später wurden andere Schiffe nach Brasilien geschickt. Die zweite Phase der Erkundung begann 1553 mit der Landung von Jesuitenväter und Bandeirantes an der Küste von São Paulo (Staat), etwa 80 Km von der heutigen Stadtmitte entfernt. Sie begannen die Serra do Mar (Gebirgszug des Meeres) inmitten des geschlossenen Waldes zu besteigen. Die Reise dauerte mehrere Monate. Am Plateau angekommen, etwa 700m über den Meeresspiegel, bauen sie ein Lager auf. Sie errichten eine kleine Kirche, in der sie die Indianer der Region katechisierten. Dieser Ort wurde zu São Paulo. 

Die Gründung der Stadt wird am Tag des ersten Gottesdienstes am 25. Januar 1554 gelegt. Der Geschichte von Sankt Paulus nach wurde er an einem 25. Januar vom Heiligen Geist zum christlichen Glauben konvertiert. Um dem zu ehren witmete man ihm den Namen der neugegründeten Stadt.

Der 25. Januar ist São Paulos Geburtstag. Die Stadt ist 465 Jahre alt. (2019)

 

Pátio do Colégio

Der Ort an dem SP geboren wurde. An diesem Ort, am 25. Januar 1554, hielt Vater José de Anchieta den ersten Gottesdienst, die die Geburt der Stadt São Paulo amtierte. 

Wortwörtlich Übersetzt heisst "Pátio do Colégio" Schulhof, doch der Bau war für die Stadt und für das Land viel mehr als nur eine Schule.
Der Patio do Colégio ist eine archäologische Stätte, an der der erste Bau der Stadt errichtet wurde. Hier gründeten die Väter Manuel da Nobrega und José de Anchieta einen Kern für die Katechisation der einheimischen Bevölkerung auf Antrag Portugals. Daher der Name "Colégio" (Schule). Vater Manoel da Nóbrega leitete die Katechisierung. Vater José de Anchieta übersetzte die Bücher in die Sprache Tupi Guarani und verteidigte die Indianer gegen die portuguiesichen Siedler die danach strebten das Land nur für sich zu haben.

Sie hatten Unterstützung des Indianers Tibiriçá. Er war ein Führer der Indianer, der Angelegenheiten zwischen den Einheimischen und den Portugiesen vermittelte. Heutzutage befinden sich im Gelände des Pátio do Colégio das Anchieta Museum, eine Kapelle (wo der Oberschenkel des Priesters freigelegt ist), eine Bibliothek, eine Cafeteria und die Tibiriçá-Krypta, wo sich auch die Grablage dieses wichtigen Indianers befindet.

         Die Mauer aus dem Jahr 1585 aus Taipa und Pylon, die durch eine Glasabdeckung geschützt wird lässt uns einen Blick in die Vergangenheit werfen. Taipa und Pylon war eine häufig benutzte Mischung aus feuchte Erde, Sand, Mist, Pflanzenfasern und Ochsenblut. Diese Mischung wird zwischen zwei vertikal aufgestellte Bretter eingegossen und zum Trocknen gelassen wird. Diese Technik stammt aus der iberischen Halbinsel und wurde in der brasilianischen Kolonialzeit oft eingesetzt, da die Materiallien für die Mischung leicht aufzufinden waren und die trockene Mauer relativ Stabil war. 

 

      Kreuz: Papst Johannes Paul II hielt 1980 vor diesem Kreuz ein Gottesdienst zu Ehren von Vater José de Anchieta.

 

Denkmal "Unsterblicher Ruhm für die Gründer von SP" 

Das Denkmal zeigt Szenen der Kolonisation, des ersten Gottesdienstes, der Katechese und der Indianerkämpfe zur Verteidigung ihrer Dörfer. An der Spitze steht eine weibliche Bronzestatue, die die Stadt São Paulo darstellt. Sie krönt ihre Gründer. Auf dem Kopft trägt sie eine Krone aus Lorbeerzweigen, and den Händen hält Sie eine Sichel und eine Fackel die Ruhm, Arbeit, Religion und Kultur repräsentieren. Die Bronzestücke wurden in Rom hergestellt und dann nach Brasilien gebracht. Im Denkmalplatz befinden sich das Justizministerium und der Gerichtshof.

 

Friedensglocke 

Dieses Symbol wurde von dem italiener Gaetano Brancati Luigi idealisiert. Er lebt in Brasilien, ist aber wärend des zweiten Weltkrieges in Italien geboren. 1945 hörte er die Glocken das Kriegsende ankündigen.

Im Jahr 2000 erkannte Gaetano (bereits ein erwachsener Mann in Brasilien), dass keiner der Glocken der Kirche des Patio do Colégio mehr funktionsfähig war. Die Idee eine Glocke als Denkmal des Friedens aufzustellen übergab er an die Stadtsverwaltung. Nun können Besucher aus aller Welt die Glocke läuten und ein Zeichen des Frieden in die Stadt hinein erschallen lassen.

 

"Steuermeter"

Es ist ein Bildschirm worauf die Echtzeiterhebung der gezahlten Steuern, Gebüren und Beiträage des Brasilianischen Volkes ab dem 1. Jahrestag. Am 31. Dezember um 00:00 Uhr wird die Anzeige wieder auf 0 gesetzt. 

Ziel ist es der Bevölkerung auf den hohen Steuersatz aufmerksam zu machen und die Bürger zu ermutigen Regierungsbeamte zu überwachen und bei Bedarf anzuklagen.

 

15 November Straße 

15 November Straße wurde im 19 Jahrhundert Kaiserin Straße genannt, als Hommage an der kaiserlichen Familie die in Rio de Janeiro wohnte, aber sehr oft in São Paulo war. 

Brasilien wurde am 15 November 1889 zur Republik. Die Straße änderte ihren Namen um dieses Ereigniss zu ehren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt sie als die eleganteste und bedeutendste Straße in São Paulo. In dieser Region befanden sich die exclusievsten Hotels, Restaurants, Theatern und Tabakläden. Hier hatten auch die Zeitungen ihre Hauptbüros. Nationale und internationale Persönlichkeiten genoßen es entlang dieser Straße zu spazieren.

Heutzutage befinden sich in der Gegend um die 15 de November Straße die Hauptsitze der großen Banken. Die Region ist heute ein Zentrum des populären Handels.

 

Banco do Brasil Kulturzentrum 

Banco do Brasil war die erste nationale Bank brasiliens. Sie wurde 1808 von Dom João VI gegründet mit Hauptsitz in Rio de Janeiro. Ziel der Gründung war den zur Zeit stark geförderten Handel von Brasilienholz und Gold zu erleichtern. 

Das 1923 von der Bank erworbene Gebäude diente bis 1996 als erste Filiale im Bundesland São Paulo. Seit 2001 wird das Gebäude als Kulturzentrum genutzt. 

        Elemente der ursprünglichen Architektur wurden restauriert, damit das Gebäude uns einen Blick in die Architektur des frühen 20 Jahrhunderts werfen lässt. 

 

Es enthält großartige Kunstausstellungen. Dazu findet man drinnen noch ein Kino, ein Theater, ein Auditorium, ein Restaurant und ein Café. Ähnliche Kulturzentren findet man nur in 3 weitere brasilianische Großstädten: Rio de Janeiro, Belo Horizonte und Brasilia. Jedes Gebäude natürlich mit seiner eigenen Geschichte. Ziel der Kulturzentren ist es das nationale Kulturgut zu verbreiten und zu fördern.

 

Das Martinelli-Gebäude 

Das Martinelli-Gebäude wurde von italienischen und ungarischen Architekten entworfen und in den 1930er errichtet. 1932 fand in São Paulo eine Verfassungsrevolution statt. An der Spitze des Gebäudes waren damals mehrere Flugabwehrmaschinengewehre installiert, um die Stadt vor Luftangriffe zu schützen.

       Heutzutage findet man im Gebäude Büros der Stadtsverwaltung. Im obersten Stock gibt es eine Terrasse die eine traditionelle italienische Villa nachbildet. Darauf finden häufig elegante Partys der Elite São Paulos statt.

 

Die Aussicht von oben ist wunderschön, aber die Terrasse ist wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Im Dezember ließ die Stadtsverwaltung Besucher rein. Die Besichtigungszeit war jedoch stark begränzt und die Warteschlange um auf die Terasse zu steigen war sehr groß.

 

Der São Bento Platz 

Auf diesem Platz befinden sich die Basilika Nossa Senhora da Assunção, eine Schule und die Universität für Theologie und Philosophie. Alles ist Teil des Benediktinerkomplexes und wurde zeitgleich zur Stadt São Paulo gegründet (1554). Zuvor diente die Gegend als Heimat für die Tibiriçá Indianer. 

Fernão Dias war ein reicher Edelsteinjäger. Im Jahr 1650 spendete er eine große Summe für den Bau einer Kirche. Um ihm zu Ehren wurden er und seine Frau im Kloster begraben. 

1908 wurde hier die Hochschule für Philosophie gegründet, die erste in Brasilien. 

         1910 begann der Bau eines neuen Klosters, entworfen vom deutschen Architekten Richard Berndl. Das Werk wurde 1921 fertiggestellt, und so entstand das heute sogenannte Benediktiner-Set. 

 

Die letzte große Umgestaltung folgte mit dem Bau der U-Bahnstation in den 70er Jahren: Der Platz erhielt Bankfilialen, Promenaden, Gärten, etc. Dadurch hat sich auch der Menschenfluss in der gegend stark erhöht. 

        Jeden Sonntag um 10 Uhr findet hier das traditionelle Gottesdienst der Mönche mit dem gregorianischen Chor begleitet von einer Orgel statt. Der Dienst ist wie ein Konzert! Ein außergewöhnliches Erlebniss und herrlich zum anschauen und anhören! 

 

Die Benediktermönche des Kloster sind auch bekannt für die traditionelle Zubereitung von Gebäck mit jahrhundertalte Rezepten. Kuchen, Brot, Kekse, Marmelade und Honigbrot werden in eine kleine Bäckerei neben dem Eingang im inneren des Klosters seit 1999 verkauft.

Die Bibliothek im Kloster besitzt mehr als einhunderttausend seltene und einzigartige Titeln. 1598 brachten die Mönche die Bücher nach Brasilien, die heute immernoch von Theologie- und Philosophiestudenten der Hochschule São Bento verwendet werden.

 

“Leuchtturm” Santander 

Das Wahrzeichen der Stadt São Paulo. Es wurde 1939 als Nachbild des Empire State Building gebaut und war der Hauptsitz für die Bank von São Paulo (Banespa). Im Jahr 2000 wurde die Bank von Santander gekauft und privatisiert. In den 40er Jahren galt das Gebäude als das höchste Gebäude des Landes. Heute (2019) ist es immernoch das Siebthöchste.

       Der Name "Leuchtturm" kommt von der nächtlichen Beleuchtung, dass von mehreren Stellen der Stadt sichtbar ist. 

 

Zusätzlich zu den Büros befindet sich im Gebäude das Banespa Museum, dass die Geschichte der Bank seit ihrer Eröffnung erzählt. Auf der Spitze ist ein öffentlciher Aussichtspunkt von dem man einen fabelhaften Blick auf die Stadt haben kann.

 

Rathaus von São Paulo 

Das Matarazzo Gebäude ist seit 2004 Sitz des Rathauses von São Paulo. Es befindet sich im "Anhangabaú-Tal" auf der "Brücke des Tees". Das Gebäude hat italienische Architektur mit einen großen Garten in der obersten Etage. In den 30er bis 70er Jahren befand sich hier der Hauptsitz der Textilindustrie der Familie Matarazzo.

       Das Matarazzo Gebäude besteht hauptsächlich aus Granit und Marmor. Bis heute wurde nie so viel Granit und Marmor aus Italien importiert, wie für den Bau dieses Gebäudes.

 

Die Brücke des Tees 

Die Brücke des Tee war die erste Brücke São Paulos. Es liegt im Anhangabaú Tal im Zentrum der Stadt. Die Brücke hat diesen außergewöhnlichen Namen, weil diese Region ausschließlich für den Anbau der Indischen Teepflanze genutzt wurde. 

Vor dem Bau der Brücke floss der Anhangabaú-Fluss durch das Tal. Die Durchquerung des Flusses war sehr Problematisch. Aufgrund dessen ließ der Stadtsvorsitz 1887 eine Brücke über das Tal bauen. Der in Deutschland gefertigter Metallrahmen kam 1890 in Brasilien an. An der Seite war ein Fußgängerweg aus Holz. 

Um die Baukosten zu bezahlen, wurde jedoch eine Mautgebühr für die Überquerung der Brücke erhoben. Dadurch konnten sie nur reiche Leute überkreuzen. 5 Jahre später konnte Jedermann die Brücke kostenlos nutzen. 

Die Stadt wuchs und 1938 konnte die Metallstruktur die große Anzahl von Menschen die sie täglich durchliefen nicht mehr sicher tragen. Der Stahlbau wurde darauf hin abgerissen, und eine neue, doppelt so breite Betonbrücke an ihrer Stelle errichtet. Es ist die Brücke die heute hier zu finden ist.

 

Anhangabaú Tal 

Das Wort "Anhangabaú" kommt aus der Indianersprache Tupi-Guarani und bedeutet "Teufelsfluch-Fluss". Die Einheimischen dachten, dass das Wasser des Anhangabaú körperliche und seeliche Krankheiten verursachte. Historiker glauben auch, dass das Leid dass die portuguiesischen Siedler den Indianern in der Flussgegend angetan haben zum schlechten Ruf des Flusses für die Indianer geführt hat.

Unterhalb der Brücke des Tees befindet sich das Anhangabaú Tal. Es ist in der Tat eine breite Platte mit Hauptstraßen und Grünflachen, die den heute unterirdisch stömenden Anhangabaú bedecken. 

Das Anhangabaú Tal hat neulich einen neuen Park erhalten, indem traditionelle Demonstrationen, politische Kundgebungen und populäre Shows stattfinden.

 

Stadttheater 

Das Stadttheater von São Paulo ist eines der wichtigsten in Brasilien. Es bietet Platz für 1.500 Personen. Der brasilianische Kaiser D. Pedro II und seine Frau und die liebten klassische Musik. So natürlich auch die brasilianische Elite. Für die Elite São Paulos wurde dann das Stadttheater gebaut. Die Bauarbeiten liefen von 1903 bis 1911. Beeinflusst von den wichtigsten Theaterhäusern der Welt, insbesondere des Pariser Opernhauses, weist São Paulos Stadttheater eine Mischung aus Architekturphilosophien der Renaissance, der Barrockzeit und des Jugendstils auf.

In der Nacht der Einweihung des Theaterhauses sammelte sich eine riesige Menschenmenge um das Theater herum an. Rund 20.000 Menschen reisten aus dem innersten Ecken des Bundeslandes um die zurzeit noch ponierende Technik der Beleuchtung mit elektrischen Lampen zu sehen. Nur ein Bruchteil davon durfte wirklich reingehen. In der Nacht des 12. September 1911 schlugen die Staus in den Straßen São Paulos Rekorde! Das Erste von vielen Malen.

Das Theater präsentierte damals zwei große Opern: „der Guarany“ von Carlos Gomes und „Hamlet“ von Shakespeare. Das Theater war die Bühne für die „Woche der modernen Kunst“. Ein Event, dass die brasilianische Kultur zu schätzen begann. Zuvor galt ausländische Kunst als überlegen.

Das mehr als 100 Jahre alte Stadttheater von São Paulo gilt als einer der angesehensten Orte in Brasilien und präsentiert einer der größten und besten lyrischen Produktionen des Landes. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Das Theater beherbergt auch das São Paulo Symphonic Orchestra, den Lirico Choir, die SP Ballet und die Schule für Musik.

Ana Cassiano

Morei na Alemanha por 8 anos. Já visitei vários países de continentes diferentes. Sou Guia de Turismo em São Paulo, Escritora de Viagens e Colaboradora de Sites de Turismo.